Verwaltung

Guinea ist in acht Regionen und diese in 33 Präfekturen und die Sonderzone Conakry eingeteilt. Guinea gliedert sich zudem inoffiziell in vier geographisch definierte, so genannte Supraregionen, 30 Regionen und den Hauptstadtdistrikt. Hierbei besteht eine Unterteilung in die Regionen Niederguinea, Oberguinea, Fouta Djalon (Mittelguinea) und Waldguinea. Die Präfekturen sind:
Beyla, Boffa, Boké, Coyah, Dabola, Dalaba, Dinguiraye, Dubréka, Faranah, Forécariah, Fria, Gaoual, Guéckédou, Kankan, Kérouané, Kindia, Kissidougou, Koubia, Koundara, Kouroussa, Labé, Lélouma, Lola, Macenta, Mali, Mamou, Mandiana, Nzérékoré, Pita, Siguiri, Télimélé, Tougué und Yomou.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
• Conakry 1.871.185 Einwohner
• Nzérékoré 132.842 Einwohner
• Kindia 117.095 Einwohner
• Kankan 114.103 Einwohner

Wirtschaft

Allgemeines

Die Wirtschaft Guineas ist noch heute durch die Misswirtschaft von Touré, die bis in die 1980er andauerte, geschädigt. Sie führte zum völligen Erliegen der Infrastruktur, außerdem waren die meisten Betriebe in Staatsbesitz. 1984 wurde damit begonnen, ein marktorientiertes Wechselkurssystem zu errichten und sämtliche Staatsbetriebe entweder zu privatisieren oder aufzulösen. Ab 2000 jedoch begann die Regierung weitere Reformen zu unterbinden, was vor allem einen Anstieg der Korruption zur Folge hatte. Das Wirtschaftswachstum lag 2005 bei 3,3% und sank von 2,2% im Jahr 2006 auf 1,5% im Jahr 2007. Im gleichen Zeitraum konnte die Inflation von 39,1% (2006) auf 12,5% (2007) gesenkt werden. Das Bruttoinlandsprodukt belief sich im Jahr 2007 auf 4,564 Milliarden USD. Das BIP pro Kopf lag 2006 bei etwa 465 USD. Guineas Außenverschuldung lag 2007 bei 2,7 Milliarden USD.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 703,4 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 632,6 Mio. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 1,6 % des BIP.
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
• Gesundheit: 5,8 %
• Bildung: 1,6 % (2005)
• Militär:1,7 %

Verkehrswesen

95 % des Personen- und Warentransports findet auf der Straße statt. Die anderen Verkehrsträger spielen also nur eine untergeordnete Rolle.

Straßennetz

Das Wegenetz in Guinea umfasst knapp 20.000 km. Nur etwa 10 % davon sind asphaltiert. Nicht alle Siedlungen sind mit Motorfahrzeugen erreichbar. Eine staatliche Quelle aus dem Jahr 2001 gibt eine Gesamtlänge der Straßen mit rund 35.000 km an, davon sollen knapp 10.000 km geteert sein.

Eisenbahn

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden mehrere Bahnlinien zur Erschließung des Landes geplant und gebaut. Hauptstück war die so genannte Niger-Bahn, die auf einer mehr als 600 km langen Strecke Conakry mit Kankan verband. Von dort bestand eine Schiffsverbindung nach Bamako. Heute ist der Bahnverkehr fast vollständig eingestellt. Die Linie wird nur noch für Treibstofftransporte bis Mamou verwendet.
Mit dem Bau der Trans-Guinea-Bahn soll der Transport von Eisenerzen von den Lagerstätten im Süden des Landes zu einem (ebenfalls noch zu bauenden) Überseehafen ermöglicht werden. Der Bau der mehr als 1000 km langen Strecke sollte im Jahr 2007 beginnen. Es wird eine Bauzeit von 6–7 Jahren veranschlagt. Die Kosten werden auf bis zu 3 Milliarden US-Dollar geschätzt.

 

Schifffahrt

Der Seehafen von Conakry besitzt einen Containerumschlagplatz, eine Anlegestelle für Erdöltanker und eine Verladestelle für die mineralischen Rohstoffe. In Kamsar gibt es einen weiteren Hafen für die Verschiffung von Bauxit.
Warenaustausch auf dem Wasserwege ist mit dem Nachbarland Mali nur etwa 4 Monate lang pro Jahr möglich, die Boote fahren auf dem Niger ab Kouroussa und auf dem Milo ab Kankan. Exportiert werden auf diese Weise jährlich rund 500 t (Getreide, Nüsse, Palmöl, Orangen, Erbsen). Die Importe aus Mali betragen etwa 1000 t jährlich (Datteln, Mais, Hirse, frische Zwiebeln, Erdnüsse, geräucherter Fisch, handwerkliche Produkte).

Luftverkehr

Guinea besitzt 15 Flugplätze, vier weitere werden von den Bergbaugesellschaften betrieben. Die größte Bedeutung hat der internationale Flughafen Conakry, von den anderen Flugplätzen gehen nur Inlandsflüge aus. In den Jahren 1994 bis 1998 wurden im Flughafen Conakry im Jahresdurchschnitt jeweils 250.000 Flugpassagiere gezählt. Die benachbarten Flughäfen Dakar und Abidjan hatten jeweils ein vierfach größeres Passagieraufkommen. Die Luftfracht betrug im gleichen Zeitraum in Conakry durchschnittlich 4.700 t pro Jahr. Im Inlandsflugverkehr sank die Zahl der Passagiere im Jahr 1998 auf 12.500 Passagiere (nach einen Durchschnitt von 25.000 Passagieren in den Vorjahren).

Kultur

Musik

Unter der Regierung von Sekou Touré wurde vor allem die traditionelle Musik gefördert und ist auch heute noch sehr populär. Die bekanntesten Tanzgruppen sind das Ballet Africain und das Ballet Djoliba, die beide auch in Europa auftreten. Nur weibliche Mitglieder (Musikerinnen und Tänzerinnen) hat die Gruppe Les Amazones de Guinée.

Nationalflagge

Die Nationalfarben Guineas wurden nach dem Vorbild Frankreich als Trikolore angeordnet: Rot symbolisiert die Opfer, die das Volk in seinem Kampf für die Freiheit gebracht hat, Gelb stellt die Sonne und die Bodenschätze dar, Grün erinnert an die üppige Vegetation des Landes.

Feiertage

• Staatliche Feiertage:

o Neujahr: 1. Januar
o Nationalfeiertag, Tag der 2. Republik: 3. April
o Tag der Arbeit: 1. Mai
o Tag der Befreiung des afrikanischen Kontinents: 25. Mai
o Nationalfeiertag, Tag der Unabhängigkeit: 2. Oktober

• Christliche Feiertage:

o Ostermontag
o Mariä Himmelfahrt: 15. August
o Weihnachten: 25. Dezember

• Islamische Feiertage:

o Laila Toul Kadr
o Tabaski: Fest des Schafopfers
o Ramadan: Tag des Fastenbrechens
o Mawlid an-Nabi: Geburt des Propheten Mohammed
(Quelle: Le Petit Futé, Band Guinée)

Sport

Fußball ist der beliebteste Sport in Guinea. Trotz fehlender internationaler Erfolge erfreut sich die Nationalmannschaft Guineas, „Le Sylli National“ genannt, großer Beliebtheit. Die bekanntesten Spieler sind Kaba Diawara (früher bei Girondins Bordeaux Olympique Marseille aktiv), Pascal Feindouno (AS Saint-Étienne), Pablo Thiam (ehem. FC Bayern München, VfL Wolfsburg, 1. FC Köln), Ibrahima Yattara und Daouda Jabi von Trabzonspor. Unvergessen ist Titi Camara, früherer Publikumsliebling und Spieler bei Champions-League-Sieger FC Liverpool.

Streitkräfte

Die regulären Streitkräfte Guineas sind etwa 9.700 Mann stark.[19] Dazu kommen 7500 Rekruten eines zweijährigen Wehrdiensts. Trotz des Status als Militärdiktatur sind weder die Größe noch das Budget der Streitkräfte im Vergleich mit anderen Staaten überdurchschnittlich.

Geschichte

Zwischen 1958 und 1984 wurde ein Großteil der Soldaten für Entwicklungsaufgaben im Lande eingesetzt. Pioniere setzten Straßen instand und bauten Brücken, das Militär betrieb Fabriken, die auch für den zivilen Bedarf produzierten. Neben der Armee bestand eine starke, nur mit Handfeuerwaffen ausgerüstete Miliz. Nach dem Tode Sekou Tourés wurde die Miliz in das Heer integriert. 1960 entsandte Guinea ein Bataillon zur Teilnahme an der ONUC-Mission in den Kongo. Die guineische Armee unterstützte in den 1970er Jahren Befreiungsbewegungen in Afrika (ANC, PAIGC) durch Ausbildung, Logistik und direkte Kampfteilnahme. Im Rahmen der ECOMOG-Mission war Guinea nach Nigeria und Ghana der größte Truppensteller, guineische Stabsoffiziere dienten dort in hohen Führungsverwendungen. Seit 2000 erhält Guinea US-Militärhilfe, vor allem bei Ausbildung und Modernisierung der Streitkräfte. Die Europäische Union verhängte 2009 in Folge eines Massakers an Oppositionellen ein Waffenembargo gegen Guinea.

Die Landstreitkräfte

Guinea ist in vier Militärregionen unterteilt - die 1. mit Stab in Kindia; die 2. mit Stab in Labé; die 3. mit Stab in Kankan; die 4. mit Stab in Nzérékoré sowie die Sonderzone Conakry mit Stab in der Alpha-Yaya-Kaserne. Das Heer Guineas ist in acht selbständigen Infanteriebataillonen im Land verteilt, in Conakry sind ein Panzerbataillon, der Stab eines Pionier-Bataillons und eine Artillerie-Abteilung mit Fla-Batterie stationiert, ebenso wie das Stabs-und Sicherstellungsbataillon. Vier Infanteriebataillone verfügen über eine zusätzliche Kommando-Ausbildung, die restlichen sind Infantriebataillone. Die vier Kompanien des Pionier-Bataillons sind den Militärzonen zugeordnet. Das Heer verfügt über Panzer der sowjetischen Typen T-34,T-54 und PT-76.

Die Luftstreitkräfte

Die 800 Mann starken Luftstreitkräfte des Landes verfügen über MiG 21-Jagdflugzeuge[22] und Flugzeuge zum Absetzen von Fallschirmjägern (An-12 und An-24). Einige Mi-24-Kampfhubschrauber befinden sich ebenso im Bestand, wie ein moderner Eurocopter AS550 C3 Fennec.

Die Marine

Die 400 Mann starke Marine (Armée de Mer) verfügt über Patrouillenboote, Torpedoschnellboote und Landungsschiffe.
Bekannte Personen aus Guinea
• Sékou Touré (1922–1984), erster Präsident Guineas
• Fodéba Keita (1921–1969), Künstler, Dichter, Politiker, unter Tourés Herrschaft zum Tode verurteilt
• Sona Diabaté, Musikerin
• Mory Kanté, Musiker
• Sebe Kourouma, Famoudou Konaté und Mamady Keïta, bekannte „Djembéfola“ (Meister der Djembetrommel)
• Miriam Makeba, aus Südafrika stammende Musikerin die einige Jahre im Exil in Guinea lebte
• Alpha Wess Bangoura, Reggae-Musiker
• Camara Laye, Schriftsteller; später in Opposition zu Sékou Touré und ab 1965 im Exil in Senegal
• Tierno Monénembo, Schriftsteller
• Tamsir Niane Djibril (* 1932), Schriftsteller und Historiker
• Jean Claude Diallo, Psychologe, 1984 bis 1986 Minister in Guinea und 2007 bis 2008 Integrationsdezernent der Stadt Frankfurt
• Pascal Feindouno, Fußballnationalspieler
• Titi Camara, ehemaliger Fußballnationalspieler
• Pablo Thiam, Fußballnationalspieler und Spieler von u. a. VfB Stuttgart, 1. FC Köln und FC Bayern München
• Ibrahima Yattara, Fußballnationalspieler
• Daouda Jabi, Fußballnationalspieler und aktueller Spieler bei Trabzonspor
• Alhassane Keita, Fußballnationalspieler
• Youla Souleymane, Fußballnationalspieler
• Ibrahima Traoré, Fußballnationalspieler und Spieler von u. a. FC Augsburg, Herta BSC Berlin

Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Guinea

Guinea

République de Guinée ( Republik Guinea )

Wahlspruch : Travail, Justice, Solidarité ( Arbeit, Gerechtigkeit, Solidarität )

Amtssprache : Französisch

Hauptstadt : Conakry

Staatsform : Republik

Regierungsform : Demokratie

Staatsoberhaupt :Alpha Condé

Regierungschef : Mohamed Said Fofana

Fläche : 245.857 km⊃2;

Einwohnerzahl: ca 10.000.000

Bevölkerungsdichte : 40,7 Einwohner pro km⊃2;

Währung : Guinea-Franc

Unabhängigkeit : 2. Oktober 1958 (von Frankreich)

Nationalhymne : Liberté

Zeitzone : UTC

Internet-TLD : .gn

Telefonvorwahl : +224

Nationalhymne : Liberté

Liberté ist seit der Unabhängigkeit 1958 die Nationalhymne von Guinea. Sie wurde von Fodeba Keita auf der Basis der Hymne zu Ehren des Fulbekönigs Alfa Yaya Diallo komponiert.

Peuple d'Afrique!
Le Passé historique!
Que chante l'hymne de la Guinée fière et jeune
Illustre epopée de nos frères
Morts au champ d'honneur en libérant l'Afrique!
Le peuple de Guinée prêchant l'unité
Appelle l'Afrique.
Liberté! C'est la voix d'un peuple
Qui appelle tous ses frères a se retrouver.
Liberté! C'est la voix d'un peuple
Qui appelle tous ses frères de la grande Afrique.
Bâtissons l'unité africaine dans l'indépendance retrouvée.

Volk Afrikas!
Die historische Vergangenheit!
Man singe die Hymne des stolzen und jungen Guineas,
Die den Heldenepos unserer Brüder zeigt,
Gestorben auf den Feldern der Ehre bei der Befreiung Afrikas!
Das Volk Guineas predigt die Einheit,
ruft Afrika.
Freiheit! Das ist die Stimme eines Volkes,
das alle seine Brüder aufruft, sich zusammenzufinden.
Freiheit! Das ist die Stimme eines Volkes,
das alle seine Brüder aus dem großen Afrika ruft.
Lasst uns die afrikanische Einheit aus der wiedergefundenen Unabhängigkeit aufbauen.

Die Nationalfarben Guineas :
Rot symbolisiert die Opfer, die das Volk in seinem Kampf für die Freiheit gebracht hat,
Gelb stellt die Sonne und die Bodenschätze dar,
Grün erinnert an die üppige Vegetation des Landes.

                           

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